Aktuelles

22.11.2018 - Abschluss-Pressekonferenz zur Linie 2

Drei Mal das Münster in Sand

Erste Testfahrt auf den Kuhberg

Die Probefahrten sind erfolgreich abgeschlossen, die anstehenden Schulungsfahrten von der Technischen Aufsichtsbehörde genehmigt - dass jetzt noch in letzter Minute beim Start der Linie 2 etwas dazwischen kommen könnte, halten die Projektverantwortlichen für so gut wie ausgeschlossen.

„Sie sehen mich entspannt“, sagte Ulms Baubürgermeister bei der Abschluss-Pressekonferenz zur Linie 2 am Montag, 19. November, im Ulmer Rathaus. Gleichlautend äußerte sich auch André Dillmann, Technischer Geschäftsführer bei der SWU Verkehr. Martin Bendel, Erster Bürgermeister der Stadt Ulm, zeigte sich nicht weniger gelassen - was wiederum mit der Antwort von Projektleiter Ralf Gummersbach in Verbindung stand auf die Frage nach dem Stand der Kosten: „Wir gehen weiterhin von 270 Millionen Euro aus, wie im Mai vor dem Gemeinderat kommuniziert.“ Bendel betonte dabei, dass die Stadt die zweimalige Kostenfortschreibung des Großprojekts „aus vorhandenen Sparbüchern“ bestreiten könne, also keinesfalls dafür Kredite aufgenommen werden müssen.

Nicht nur bei den Probefahrten habe alles gut geklappt, auch die Kooperation zwischen Stadt und SWU habe gut funktioniert, sagte von Winning und richtete dabei den Blick insbesondere auf die unerwartet aufgetretenen zusätzlichen Aufgabenstellungen während der Bauzeit: „So ein großes Projekt lässt sich niemals bis in jedes Detail vorausplanen.“ Seien die Anpassungs- und Steuerungsmöglichkeiten herausgefordert, „geht das nur, wenn man gut zusammenarbeitet“, lobte der Baubürgermeister.

Dillmann nutzte die Gelegenheit eines Ausblicks in Sachen Elektromobilität im ÖPNV. Eine von den SWU in Auftrag gegebene Studie habe aufgezeigt, dass „die eine oder andere Buslinie“ in einigen Jahren mit E-Bussen betrieben werden könnte. Gummersbach wiederum baute in seine Schlussbilanz ein denkwürdiges Zahlen-Exempel ein. Demnach entsprächen die auf der Baustelle der Linie 2 bewegten Erdmassen „drei Mal dem Münster als Sandburg“. Insgesamt seien im Zuge der neuen Straßenbahnlinie rund 2 Millionen Arbeitsstunden abgeleistet worden. 

Alle Verantwortlichen rechnen übrigens damit, dass die Zahl der zusätzlichen täglichen Fahrgäste mehr als die 8500 betragen werde, wie sie der Planfeststellung zugrunde liegen. Der Optimismus speist sich aus den Erfahrungen der Verlängerung der Linie 1 nach Böfingen, wie Dillmann anmerkte.

Torsten Fisch von der Task-Force Linie 2 stellte die Änderungen im Liniennetz im Zuge der Fahrplanumstellung am 9. Dezember vor, „der ersten größten Umstellung seit 22 Jahren“. DING-Geschäftsführer Thomas Mügge warb für den Erwerb von Jahreskarten und Semesterticket. Neu- und Wiedereinsteiger mit Bestellung bis zum 15. Dezember würden vom DING mit einer 50-Euro-Prämie belohnt. Bis Donnerstag, 22. November, seien sämtliche Fahrpläne auf der DING-Website abrufbar.

Nicht alle Arbeiten werden bis zum 9.Dezember erledigt sein. Gummersbach sprach in dem Zusammenhang den Bau eines neuen Überlaufbeckens im Bereich der Beyerstraße an, der erst 2019 beginnen werde.

Pressemitteilung vom 19. November 2018

Baustellen­beauftragte

Werner Reichert und Hans Hengartner sind telefonisch unter 0731 166 4466, per Mail unter info@linie2-ulm.de erreichbar.  Sprechzeiten

Momentaufnahme

Vieles ist High-tech, doch der gute, alte Zollstock kommt nach wie vor häufig zum Einsatz. Etwa beim Nachmessen an den Haltestellen, ob der Abstand zu den Fahrsteigkanten auch der richtige ist.

 

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Termine

08.12.2018, 12:00 Uhr

Freie Fahrt auf ganzer Linie!

Weil der Bau der rund zehn Kilometer langen Straßenbahnlinie 2 für die Stadt Ulm ein Verkehrsvorhaben von herausragender Bedeutung ist, wird ihre Inbetriebnahme am Samstag, 8. Dezember 2018 daher gebührend gefeiert, bevor sie einen Tag später ihren regulären Fahrbetrieb aufnehmen wird.

Ulm baut um

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