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10.05.2017

Fachkundige Diskussionen bei Radtour entlang der Linie 2

Wo kommt es mit dem Bau der Linie 2 zu Verbesserungen für den Radverkehr, und wo sind kritische Stellen? Eine Radtour, organisiert von der Stadt Ulm, der SWU Verkehr und dem ADFC, brachte am Freitag, 5. Mai, Klarheit.

Rund 15 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Planungen, die den Radverkehr betreffen, zu informieren und eigene Vorschläge zu unterbreiten. Start war am Schulzentrum Kuhberg.

In der Römerstraße rückte dann vor allem die künftige Tram-Haltestelle in der Saarlandstraße in den Blick. Wegen des engen Straßenraums fehlt hier schlichtweg der Platz, um für Radler einen eigenen Schutzstreifen auszuweisen, erklärte Torsten Fisch von der Task Force Linie 2. Die unausweichliche Konsequenz: Der Radverkehr tangiert die Wartezone der Fahrbahngäste. „Wir wissen, dass das hier eine knifflige Situation ist“, räumte Fisch unumwunden ein. Hier sei gegenseitige Rücksichtnahme gefordert, appellierte Peter Beckmann, stellvertretender Vorsitzender des ADFC Ulm/Neu-Ulm. Der Radverkehrsexperte zeigte Verständnis für die Sachzwänge, welche solche Planungen im innerstädtischen Bereich zwangsläufig mitbestimmen.

Denn nicht überall entlang der Strecke ist ausreichend Platz für die Ausweisung von Radschutzstreifen (siehe auch: Flyer Straßenbahnlinie 2 – Rückenwind für den Radverkehr; als Download auf dieser Seite abrufbar). An einigen Stellen werden sich Rad- und Autoverkehr den Straßenraum teilen müssen, etwa auf einem Abschnitt der Römerstraße bergabwärts sowie auf der Neutorstraße.

Letztere gilt wegen ihres hohen Verkehrsaufkommens, den Kreuzungsbereichen und den beschränkten räumlichen Verhältnissen als besonderer Knackpunkt bei den Planungen. Friederike Christian, seit rund einem Jahr Fahrradbeauftragte der Stadt Ulm, hat diesen Bereich nochmals besonders unter die Lupe genommen. Die Ursprungsplanung wurde dann tatsächlich nach neuen Überlegungen nochmals etwas verändert. Dabei ging es hauptsächlich darum, dem Radverkehr einen besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen. Doch auch hier gilt: Es mussten Kompromisse gefunden werden.

Christian nutzte die Gelegenheit, die landläufige Vorstellung zu widerlegen, wonach separate Radwege generell am sichersten seien. Aktuelle Gutachten hätten ergeben, dass die Radler dann weniger gefährdet seien, wenn sie von den Autofahrern bewusst und am besten wahrgenommen würden. Fahrradstreifen – also markierte Streifen für Radler, die aber von Autos überfahren werden dürfen – seien folglich kein Kompromiss, sondern vielerorts die bessere Lösung.

Radler würden sich eh die Routen suchen, „die zu ihnen passen“, berichtete Beckmann von seinen Erfahrungen. Er selbst mache dies auch von seiner Tagesform abhängig. Den Radverkehr ganz von der Römerstraße wegzuverlegen, wie dies ein Teilnehmer vorschlug, hielt er für keine gute Idee. „Für den Radverkehr, in der Stadt das schnellste Verkehrsmittel, sollte es auch die schnellste Route geben“, erläuterte Fisch die Linie der Stadt Ulm.

Baustellen­beauftragte

Werner Reichert und Hans Hengartner sind telefonisch unter 0731 166 4466, per Mail unter info@linie2-ulm.de oder persönlich im Infomobil zu erreichen. Sprechzeiten

Momentaufnahme

Advent, Advent? Bis dahin dauert es zwar noch, doch wenigstens Teil zwei würde passen: „Ein Lichtlein brennt.“ Es glimmt auf der Baustelle der Deutschen Bahn, derweil auf der Kienlesberg-brücke darüber bereits Ruhe eingekehrt ist. Was aber will diese Aufnahme mitteilen? Wie das Stahlbauwerk wellenförmig bella figura macht, derweil sich die Stadt im letzten Tageslicht wie verwandelt präsentiert, um nicht zu sagen: in romantischer Stimmung. Wenn sie erst mal fertig ist, wird die neue Brücke übrigens mit eigenen Lichtlein ausgestattet sein. Was diese Illumination dann wohl gefühlsmäßig auslöst? Wir werden sehen!

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