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30.10.2017 - Streckenspaziergang am Kuhberg:

Gute und weniger gute Nachrichten

Der Kuhberg steht dem Eselsberg nicht nach, was das Interesse an den Bauarbeiten zur Linie 2 betrifft. Auch hier haben rund 50 Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit ergriffen, bei einem Streckenspaziergang, der am Donnerstag, 26. Oktober stattfand, mit Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Andreas Vogt, der für den Streckenast auf den Kuhberg zuständige Oberbauleiter, zog eine erste Zwischenbilanz, welche die Dimension der Baustelle verdeutlichen sollte. Bislang seien auf der 2,5 Kilometer langen Neubaustrecke rund 35 Kilometer Kanäle, Leerrohre, Kabel und Leitungen neu verlegt bzw. neu erstellt worden. Die bewegten Erdmassen summierten sich auf 240.000 Tonnen, was rund 12.000 LKW-Ladungen entspreche. Von diesem Material konnten Vogt zufolge knapp 70 Prozent wieder eingebracht und ein weiterer Teil an anderer Stelle wiederverwertet werden. Rund ein Zehntel aber musste der Entsorgung zugeführt werden, weil es mit polyalkalischen Chloriden kontaminiert ist, einst verwendet als Haftgrund für Asphalt.

Bis Ende des Jahres seien 40 Prozent der Gleise auf der Strecke verlegt, prognostizierte Vogt. Dann würde auch die untere Römerstraße komplett asphaltiert sein. Im September nächsten Jahres würden dann erste Probefahrten der Tram stattfinden, erklärte Ralf Gummersbach, Projektleiter für die Linie 2.

Bis dahin aber bleibt noch einiges zu tun. Und leider gehe dies nicht ohne weitere Einschränkungen. Derzeit werde geprüft, ob ab Frühjahr 2018 die Römerstraße im Abschnitt zwischen Römerplatz und Ziegelgasse voll gesperrt werden müsse, kündigte Gummersbach an. Die Umleitung erfolge in diesem Fall über die Westerlinger- und die St.-Barbara-Straße. Vogt warb um Verständnis, indem er Einblick ins enge Zeitkorsett und die komplexe Aufgabe gab, eine Vielzahl von Leitungen und Rohren – bei vollem Betrieb und auf engstem Raum – neu zu ordnen. Wie an dieser Stelle bereits berichtet, ist es zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen, weil im Bereich der unteren Römerstraße und der Beyerstraße außerplanmäßig ein Abwasserkanal komplett zu erneuern war.

Teilnehmer brachten die Probleme mit überschwemmten Kellern zur Sprache, wie sie in den vergangenen beiden Jahren am Kuhberg vereinzelt aufgetreten sind. Gummersbach erklärte dazu, dass die Baustelle für die Linie 2 „an der Abwassersituation nichts verändert hat“, verwies zugleich auf die Zuständigkeit der EBU und eine separate Veranstaltung dazu von EBU und Stadt Ulm am Montag, 6. November, in der Robert-Bosch-Schule.

Erneut trat bei diesem Streckenspaziergang zu Tage, wie intensiv viele Bürgerinnen und Bürger die Bauarbeiten verfolgen. Nachfragen gab es zum Trassenverlauf, zur Radverkehrsführung sowie zum künftigen Takt der Linie 2. Dazu Gummersbach: „An normalen Zeiten ein Zehn-Minuten-Takt, an Stoßzeiten ein Fünf-Minuten-Takt, aber mit Option, dies bei Bedarf noch zu verstärken.“ Torsten Fisch, Leiter der Task Force Linie 2, erklärte auf Nachfrage eines Bürgers: „Am Kuhberg wird während des Straßenbahnbetriebs kein Bus verkehren.“

Baustellen­beauftragte

Werner Reichert und Hans Hengartner sind telefonisch unter 0731 166 4466, per Mail unter info@linie2-ulm.de oder persönlich im Infomobil zu erreichen. Sprechzeiten

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Advent, Advent? Bis dahin dauert es zwar noch, doch wenigstens Teil zwei würde passen: „Ein Lichtlein brennt.“ Es glimmt auf der Baustelle der Deutschen Bahn, derweil auf der Kienlesberg-brücke darüber bereits Ruhe eingekehrt ist. Was aber will diese Aufnahme mitteilen? Wie das Stahlbauwerk wellenförmig bella figura macht, derweil sich die Stadt im letzten Tageslicht wie verwandelt präsentiert, um nicht zu sagen: in romantischer Stimmung. Wenn sie erst mal fertig ist, wird die neue Brücke übrigens mit eigenen Lichtlein ausgestattet sein. Was diese Illumination dann wohl gefühlsmäßig auslöst? Wir werden sehen!

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