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15.02.2019

Auszeichnung für die Kienlesbergbrücke

Auf der Preisverleihung am 12. Februar 2019 im Deutschen Museum München hat der Verlag Ernst & Sohn den Preisträger des 16. Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreises bekannt geben. Die Kienlesbergbrücke war auf der Shortlist nominiert und wurde ausgezeichnet.

Eine dreizehnköpfige Jury, bestehend aus namhaften Vertretern aus Wissenschaft, Praxis sowie Behörden und Verbänden, wählte Anfang November aus 25 hochkarätigen Einreichungen zunächst fünf wiederum herausragende Projekte für die Shortlist aus. In einer zweiten Jury-Sitzung im Januar 2019 wurde schließlich in einer mehrstündigen Diskussion der Preisträger ermittelt.

Den diesjährigen Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis vergab die Jury an das Schutzdach für die Ausgrabungsstätte am Göbekli Tepe (Türkei). Das Bauwerk erfüllt in herausragender Weise die Summe der verschiedenen Bewertungskriterien (Konstruktion, Innovation, Interdisziplinarität, Ästhetik, Nachhaltigkeit).

Auf der Shortlist nominiert war auch unter anderem die Kienlesbergbrücke, das größte Bauprojekt im Rahmen der neuen Straßenbahnlinie 2. Sie wurde mit einer Auszeichnung prämiert.

Jurybegründung

Die Kienlesbergbrücke für Straßenbahnen, Fußgänger, Radfahrer und Bussersatzverkehr überquert am Ulmer Hauptbahnhof mehrere bestehende Gleise, sowie den Albabstiegstunnel der ICE-Neubaustrecke Stuttgart-Ulm.

Das Bauwerk zeichnet sich durch seine Eigenständigkeit im städtebaulichen Kontext besonders aus und wirkt ordnend und identitätsstiftend auf das unruhige Umfeld. Gleichzeitig geht das kraftvolle Bauwerk durch seine Form und Konstruktion respektvoll auf den Bestand der benachbarten denkmalgeschützten Neutorbrücke ein. Das Zusammenspiel von Ingenieurleistung, architektonischer Gestaltung und den funktionellen Anforderungen ist selbstbewusst gelöst. Die trennende Wirkung der Gleisanlagen wird nicht nur überbrückt, sondern bietet den Fußgängern Aufenthaltsqualitäten und neue Ausblicke auf die Stadt Ulm.

Die Entwicklung der Tragkonstruktion oberhalb der Fahrbahnebene aufgrund der begrenzten Durchfahrtshöhe zitiert den Wettbewerbsentwurf für den „Großen Belt“ des DYWIDAG Ingenieurs Herbert Schambeck, langjähriger Mitarbeiter von Ulrich Finsterwalder aus den 1960 er Jahren.

Das Ingenieurbauwerk wird als besondere Leistung der interdisziplinären Zusammenarbeit ausgezeichnet, welches mit seinem kraftvollen Ausdruck dem Ort eine neue Identität verleiht.

Informationen zum Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis

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Baustellen­beauftragte

Werner Reichert und Hans Hengartner sind telefonisch unter 0731 166 4466, per Mail unter info@linie2-ulm.de erreichbar.  Informationen

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