Aktuelles

22.05.2019 - Informationsveranstaltung am 16. Mai

Stadt, SWU und EBU informieren über kommende Baustellen am Kuhberg

Den Anwohnern am Kuhberg stehen weitere Baustellen bevor. Über die Gründe, die Zeitpläne und die Konsequenzen ging es am Donnerstag, 16. Mai, bei einer Infoveranstaltung, zu der die Stadt Ulm, die SWU Verkehr und die Entsorgungs-Betriebe der Stadt (EBU) ins Weststadthaus eingeladen hatten.

Gesperrte Straßen und Umleitungen bleiben den Anwohnern am Kuhberg auch in den nächsten Jahren erhalten. Neben dem Umbau und der Umgestaltung der bisherigen Umleitungsstrecken steht vor allem in der Haßlerstraße mit der Sanierung des Entwässerungskanals eine große Maßnahme an. Weniger ins Gewicht fallen die Restarbeiten, die im Zuge des Straßenbahnausbaus zu erledigen sind und die von Linie 2-Projektleiter Ralf Gummersbach aufgelistet wurden:

  • Der Bau des Regenüberlaufbeckens in der Beyerstraße werde Ende Juni abgeschossen werden.
  • Anschließend werde die Beyerstraße hergerichtet.
  • Der Einmündungsbereich Westerlinger- und Saarlandstraße in die Römerstraße wird im Juni und Juli voll gesperrt.
  • Wegen Restarbeiten am Römerplatz wird voraussichtlich ab Ende Juni bis Anfang Juli keine Zufahrt in die Elisabethenstraße möglich sein.
  • Auf der Trasse der Linie 2 werde noch einmal die Gleisstopfmaschine eingesetzt, zur „Einregulierung“ der Gleise. Ebenfalls stehe die noch die Eindeckung der Rasengleise an.
  • Etwa zehn Prozent der Baumpflanzungen am Kuhberg seien noch nicht erledigt. Die restlichen Pflanzungen folgen im Herbst.

Die schlechte Nachricht betreffs Haßlerstraße überbrachte Tim von Winning, Baubürgermeister der Stadt Ulm. Kamera-Befahrungen hätten einen derart schlechten Zustand des Abwasserkanals erbracht, dass auch hier eine Erneuerung unabdingbar sei, wie zuletzt - außerplanmäßig - in der Römerstraße bereits geschehen. Die Straße werde daher im kommenden Jahr bis voraussichtlich November 2020 wieder zur Baustelle, müsse vier Meter tief aufgerissen werden. Jedes Gebäude dort werde aber anfahrbar bleiben. Vorübergehend und ab Juni aber werde die Haßlerstraße wieder in beide Richtungen befahrbar sein.

  • Michael Jung, Leiter der Hauptabteilung Verkehr, führte aus, das in der Haßlerstraße außer dem Kanal gleich auch noch - wie in solchen Situationen üblich - sämtliche weiteren Leitungen erneuert würden. Die Detailplanungen für den Straßenraum seien noch offen. Vorgesehen aber seien zwei Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn sowie breitere Gehwege. Auf einer Seite würden darauf Parkplätze markiert. Für eigenständige Radwege aber sei der Straßenraum zu eng, so Jung in der anschließenden Aussprache auf Nachfrage.
  • Wegen der nötigen Vollsperrung der Haßlerstraße werde ab März oder April 2020 die bisherige Umleitungsstrecke über die Westerlinger Straße und die St.-Barbara-Straße reaktiviert.
  • Letztere stünden dann 2021 auf dem Sanierungsprogramm (inklusive Leitungs- und Kanalerneuerung). Ihr Straßenraum werde gemäß dem „Charakter von Wohnstraßen“ (um-)gestaltet. Abschluss der Arbeiten: voraussichtlich März 2022.
  • 2022 stünden darüber hinaus in der Saarlandstraße, dem Neunkirchenweg und im oberen Teil der Königstraße Arbeiten zur Sanierung und Neugestaltung inklusive Leitungs- und Kanalerneuerung an.

In der anschließenden Aussprache wurden aus dem Publikum zahlreiche Fragen vorgebracht. Es ging um die Erreichbarkeit einer Praxis in der Haßlerstraße (Antwort von Winning: „bleibt gewährleistet“), um die Bäume in der unteren Römerstraße, die eine Anwohnerin für überflüssig erklärte (Antwort von Winning: „wichtig fürs Kleinklima; eine Mehrheit der Bürgerschaft wäre wohl dafür“) sowie um die Einführung des „Anwohnerparkens“. Von Winning wies darauf hin, dass dies mit einer Gebühr für den Parkausweis verbunden wäre: „Wir machen das nur, wo es gewünscht ist.“
Breiten Raum in der Aussprache nahmen die Überschwemmungsereignisse ein, die sich zuletzt am Kuhberg gehäuft hatten. Von Winning erklärte dazu, dass sich die Problematik auch durch größere Kanäle nicht lösen ließe. Über die eigentlichen Ursachen aber gebe es noch keine endgültigen Erkenntnisse. Näheren Aufschluss erhoffe man sich durch die angelaufenen Untersuchungen. Der Baubürgermeister verwies die Betroffenen zudem auf das Angebot einer gutachterlichen Untersuchung ihrer Gebäude; die Selbstbeteiligung daran betrage 100 Euro, den Rest übernehmen die Stadt und die EBU.

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Baustellen­beauftragte

Werner Reichert und Hans Hengartner sind telefonisch unter 0731 166 4466, per Mail unter info@linie2-ulm.de erreichbar.  Informationen

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